Unser Yoga Blog
Bhastrika Pranayama erfrischt Körper und Geist. Bhastrika heißt übersetzt Blasebalg/Ballon. Sie ist eine weitere feine, subtile Atemtechnik. Bhastrika ist das feste Ein- und Ausatmen. Im Vergleich zu Kapalabhati, wo Du fest ausatmest und sanft einatmest. Das heißt, bei der Bhastrikaatmung atmest Du genauso schnell ein, wie Du ausatmest.
Es verbessert das Gedächtnis und wirkt regenerierend und verjüngend auf den ganzen Körper.
Die Sehkraft und das Gehör werden durch die verstärkte Durchblutung des Kopfes verbessert. Das Atmungssysten wird gereinigt, die Lungen werden gestärk, Kreislauf und Verdauung werden angeregt und der Stoffwechsel, insbesondere der Fettabbau wird beschleunigt. Bhastrika aktiviert den Solarplexus und das 3. Chakra – Manipura Chakra.
Bhastrika ist eine intensive Übung zur Aktivierung von Prana, letztlich zur Erweckung der Kundalinieenergie, zur Harmonisierung der drei Doshas (die drei Säfte des menschlichen Körpers – Vata (Wind) – Pita (Galle) – Kapha (Schleim) und dient der Steigerung von Agni, dem inneren Feuer.
In der Hatha Yoga Pratipika – das Grundlagenwerk des Hatha – Yoga, wird diese Atemtechnik expliziet erwähnt, weil sie unterstützend zur Meditation und Stille beiträgt.
Wirkung
Bhastrika kann Halsentzündungen beseitigen, das Verdauungsfeuer (Agni) stärken und den Körper vom Schleim reinigen. Diese Atemtechnik hilft bei Erkrankungen der Nase, der Brust und beugt der Verstopfung vor. Sie wirkt sehr effektiv gegen alle Erkrankungen, die durch einen Überschuss von Gasen, Galle und Schleim verursacht werden und wärmt den Körper stark auf. Bhastrika reinigt sehr gründlich die Nadis, die Energiekanäle im Astralkörper. Sie ermöglicht dem Prana, die drei Granthis oder „Knoten“ (energetische Blockaden) zu durchbrechen, die den Weg der Energie in der Sushumna versperren, und erweckt bereits nach kurzer Zeit die Kundalinieenergie.
Bhastrika nur unter Anleitung eines ausgebildeten Yogalehrers praktizieren.
Ausführung
Praktiziere Bhastrika im Sitz Deiner Wahl, achte darauf, dass Du einen festen, gleichmäßigen Ein- und Ausatemrhythmus findest, beginne mit 1 Minute und steigere die Zeit, wie es für Dich angenehm ist, zwischendurch 3 mal entspannt, sanft ein- und ausatmen und von vorne beginnen – ca. 5 Minuten.
Du kannst Bhastrikapranayama mit der Lungenreinigungsübung (Dampflokatmung) kombinieren:
1. oberste Bereich der Lunge – stell Dich in Tadasana – Arme nach oben – beginne mit der Reinigung der Lungenspitzen – einatmend die Arme hochstrecken, Fingerspitzen lang, ausatmend Ellenbogen beugen, Arme mit Fäusten kraftvoll nach unten ziehen, nah an die Rippenbögen pressen, einatmend die Arme wieder hochstrecken, Fingerspitzen lang – wdh. ca. 20 Sekunden praktizieren – 1m weite Grätsche – locker einatmen, Arme hochschwingen und mit einem kraftvollen „HA“ den Oberkörper nach vorne unten schwingen (3 Runden)
2. mittlere Bereich der Lunge – Arme seitlich in Schulterhöhe ausstrecken – Fingerspitzen lang – ausatmend Ellenbogen beugen, Fäuste vor der Brust kreuzen – wdh. ca. 20 Sekunden praktizieren – 1m weite Grätsche – locker einatmen, Arme hochschwingen und mit einem kraftvollen „HA“ den Oberkörper nach vorne unten schwingen (3 Runden)
3. unterster Bereich der Lunge – einatmend Arme in Schulterhöhe gestreckt nach vorn, Fingerspitzen lang, ausatmend Ellenbogen beugen, kraftvoll ran ziehen, Fäuste nah an die Rippenbögen pressen – wdh. ca. 20 Sekunden praktizieren – 1m weite Grätsche – locker einatmen, Arme hochschwingen und mit einem kraftvollen „HA“ den Oberkörper nach vorne unten schwingen (3 Runden)
Viel Spaß beim Ausprobieren und praktizieren.
Herzlichst,
Dein Yogalehrerteam
Liebe Yogis!
Am 3.10. „Tag der Deutschen Einheit“ ist unser Yogastudio geschlossen. Wir wünschen allen einen sonnigen Feiertag und bitten Dich auf unsere anderen Kursen auszuweichen.
Vielen Dank!
Herzlichst,
Dein Yogalehrerteam
Kapalabathi – übersetzt »Schädelleuchten oder scheinender Schädel« – ist ein Reinigungsatem mit verstärkter Ausatmung, welcher beim Praktizieren ein Gefühl von großer Klarheit und Frische im Kopfbereich entstehen lässt.
Die Atemtechnik vermindert den Kohlendyoxidgehalt im Blut und kann einer Übersäuerung im Blut entgegen wirken. Sie reinigt die Lungen, die Atemwege (Bronchien, Alveolen, Luftröhre und Nasendurchgänge), kräftigt das Zwerchfell und die Atemhilfsmuskeln, massiert Herz, Leber, Magen und entschlackt den ganzen Körper.
Kapalabathi kann Heuschnupfen, Asthma und Erkältungskrankheiten vorbeugen, verhilft geistige und emotionale Spannungen zu beseitigen und führt zur inneren Freude, Kraft und Leichtigkeit.
Kapalabathi nur unter Anleitung eines ausgebildeten Yogalehrers praktizieren.
Kapalabathi, los gehts:
- Komm in einem bequemen und aufrechten Sitz Deiner Wahl an.
- Lass Deinen Atem durch die Nase kommen und gehen.
- Beginne leicht schnaubend auszuatmen, als hättest Du etwas Störendes in der Nase.
- Konzentriere Dich ganz auf das Ausschnauben, dass Ausstoßen Deines Atem.
- Deine Einatmung erfolgt automatisch.
- Zieh Deine Bauchdecke ausatmend nach innen und lass sie einatmend wieder vorschnellen.
- (Für Fortgeschrittene, spann ausatmend den Beckenboden an und aktiviere Mula-Bandha den Wurzelverschluß.)
- Wenn Dir die Technik klar ist, beginne fein schnaubend auszuatmen und automatisch einzuatmen. Mache auf diese Weise zuerst 20, dann 40, dann 60 Atemstöße. Halte den Oberkörper und Kopf aufgerichtet und bewege aktiv Deine Bauchdecke.
- Wenn die Bauchmuskeln erschlaffen, atme ganz locker ein und aus, spüre noch eine Weile nach und beginne wieder ganz fein den Atem auszuschnauben und aktiv die Bauchdecke einzuziehen
Am Anfang ist es normal, dass Deine Bauchdecke schneller ermüdet und Du eine Pause brauchst. Je mehr Du Kapalabathi praktizierst, umso gleichmäßiger und kraftvoller wird sich Deine Bauchdecke bewegen.
Praktiziere zu Beginn ca. 5 Minuten Kapalabathi mit Pausen zum Verweilen und nachspüren und steigere langsam Deine Atemstöße.
Viel Spaß beim Ausprobieren und praktizieren.
Herzlichst,
Dein Yogalehrerteam