Unser Yoga Blog
Maha – Bandha – ist die Verbindung der 3 Bandhas. Mula – Bandha (Beckenverschluss), Uddiyna – Bandha (Bauchkontration/Bauchverschluss) und Jalandhara – Bandha (Kinnverschluss).
Maha – groß, großartig, Bandha – ist eine Energie – Schleuse, aber auch ein Verschluss. Alle 3 Bandhas werden gleichzeitig eingenommen und Maha – Bandha entsteht. Maha – Bandha ist nicht nur eine Körperübung, sie ist eine Übung der Bewusstheit, des Loslassens, der Willenskraft, des Vertrauens der Konzentration und der Hingabe.
Wirkungen
Maha – Bandha verstärkt die Wirkungen aller 3 Bandhas. Die Hormonausschüttung der Zirbeldrüse und des gesamte Hormondrüsensystems wird beeinflusst und durch Maha – Bandha stimuliert. Die gebündelte Energie (Prana) die durch Maha – Bandha entsteht, fließt in Sushumna (Hauptenergiekanal), steigt die Wirbelsäule aufwärts und füllt die 7 Hauptchakren an. Der degenerative Alterungsprozess wir angehalten, jede einzelne Körperzelle erfrischt, Ärger wird besänftigt und der Geist auf die Meditation vorbereitet.
Übung
Im aufrechten Sitz, die Wirbelsäule ist aufrecht und die Knie berühren den Boden. Lege die Handflächen auf die Knie. Atme langsam und tief durch die Nase ein. Atme kraftvoll und vollständig durch den Mund aus. Halte den Atem nach dem Ausatmen an. Führe nun in der angegeben Reihenfolge zuerst Jalandhara – Bandha (Kinnverschluss), dann Uddiyna – Bandha (Bauchkontration/Bauchverschluss) und zuletzt Mula – Bandha (Beckenbodenverschluss) aus. Halte die Bandhas und den Atem so lange wie angenehm, überfordere Dich nicht. Löse nun in der nachgegebener Reihenfolge zuerst Mula – Bandha (Beckenverschluss) dann Uddiyna – Bandha (Bauchkontraktion/Bauchverschluss) und zuletzt Jalandhara – Bandha (Kinnverschluss). Hebe den Kopf, atme noch etwas weiter aus und dann langsam ein und wieder von vorn insgesamt ca. 5 Minuten.
Oder im Stand siehe Uddiyna – Bandha (unsere Monatsasana im Februar) – ausgeatmet erst Mula – Bandha (Beckenverschluss) dann Uddiyna – Bandha (Bauchkontration/Bauchverschluss) und Jalandhara – Bandha (Kinnverschluss) setzen – einatmend sanft lösen zum aufgerichteten Stand wechseln, mit 2 Zwischenatmungen wieder von vorn insgesamt ca. 5 Minuten.
Oder in der Katze – ausatmen (Katzenbuckel) – Beckenboden aktivieren, Mula – Bandha (Beckenverschluss), dann Uddiyna – Bandha (Bauchkontration/Bauchverschluss) und Jalandhara – Bandha (Kinnverschluss) setzen – entspannt halten, einatmend – von Mula – Bandha (Beckenverschluss) hoch sanft nach oben Uddiyna – Bandha (Bauchkontration/Bauchverschluss) und Jalandhara – Bandha (Kinnverschluss) öffnen und in die rückwärtsgebeugte Katze wechseln. 2mal die Katze fließend ohne Bandhas ausführen und dann erneut Maha – Bandha setzen, insgesamt ca. 5 Minuten.
Vorsichtsmassnahmen:
Praktiziere die Bandhas nur unter Anleitung eines ausgebildeten Yogalehrers. Die anderen 3 Bandhas müssen zuerst gut beherrscht werden, ehe Du Dich Maha – Bandha zuwendest. Siehe alle Anweisungen bei den 3 Bandhas von Januar – März.
Viel Spaß beim Praktizieren und Ausprobieren!
Herzlichst, Dein Yogalehrerteam
Unser 3. Bandha, welches wir im März als Monatsasana intensiver praktizieren werden ist – Jalandhara – Bandha und ist einer der drei Verschlüsse. Er ist der oberste Verschluss. Jalandhara – Bandha bezeichnet den: Halsverschluss, Nackenschleuse, Genick-Verschluss. Jala – bedeutet Netz, Gewebe, Gitter oder Masche und verweist, auf die netzartigen Strukturen der feinen Gefäße und Nerven der Hals-Nacken-Region hin. Jalandhara heißt auch: Wasserleitung, was sich auf diese Strukturen bezieht. Jalandhara – Bandha ist das sanfte Abknicken des Halses nach vorne.
Körperliche Wirkung:
Jalandhara – Bandha drückt die Gefäße und Nerven des Halses ab und reguliert so die Nerven, Hormonproduktion und Blutversorgung von Hals, Nacken, Schilddrüse, Nebenschilddrüse und Gehirn.
Feinstoffliche Wirkung
Feinstofflich gesehen blockiert dieses Bandha den Durchfluss des Halses und verhindert, dass der Nektar des Lebens „Amrita“ in das Verdauungsfeuer hinab tropft. Des Weiteren wird das Visuddha-Chakra (5. Chakra – Halschakra) aktiviert.
Vorsichtsregeln und Gegenanzeichen:
Keinesfalls Druck auf die Kehle oder Schilddrüse ausüben. Menschen mit Überfunktion der Schilddrüsen, die schon auf geringen Druck empfindlich reagieren, sollen dieses Bandha noch behutsamer praktizieren. Alle die unter hohem Blutdruck oder zu hohem Druck im Kopf (Augeninnendruck, Druck auf das Innenohr) oder unter Ohrensausen leiden. Auf keinen Fall darf das Bandha ausgeführt werden bei akuten Entzündungen im Hals (Angina, Mandelentzündungen etc.) Ist die Entzündung jedoch abgeklungen, unterstützt das Bandha den Heilungsprozess.
Jalandhara – Bandha nur unter Anleitung eines ausgebildeten Yogalehrers praktizieren.
Los gehts!
Im aufrechten Sitz die Wirbelsäule strecken, die Knie sinken Richtung Boden. Lege die Handinnenflächen auf die Knie. Atme langsam und tief ein, setze erst Mula – Bandha (Beckenverschluss) und halte dann den Atem an. Beuge nun den Kopf nach vorn, presse das Kinn sanft auf den Kehlkopf, die Zungenspitze drückt gegen den Gaumen und zieh die Zunge leicht nach hinten Richtung Kehle und hebe den Brustkorb. Strecke die Arme und mache sie in dieser Haltung fest, wobei die Knie mit den Händen nach unten gedrückt werden. Zieh gleichzeitig die Schulter hoch und nach vorn, so bleiben die Arme fest und der Druck auf den Hals wird verstärkt. Verharre in der Endhaltung so lange, wie der Atem gut angehalten werden kann. Die Augen können dabei geschlossen sein oder der Blick ist auf die Nasenspitze gerichtet. Überfordere dich nicht. Ausatmend löse dich langsam aus dem Kinnverschluss, hebe den Kopf, entspanne die Schultern und lockere die Arme. Nimm 2 Zwischenatmungen und wiederhole Jalandhara – Bandha noch 4 mal.
Es gibt viele weitere Positionen und Asanas in denen Jalandhara – Bandha geübt werden kann. Du kannst Jalandhara – Bandha auch in der Atemleere z.B. in der Katze mit den zwei anderen Bandhas Mula – Bandha (Becken-/Wurzelverschluss) und Uddijana – Bandha (Bauchkontraktion) praktizieren.
Viel Spaß beim Ausprobieren und Praktizieren!
Herzlichst, Dein Yogalehrerteam
Unser 2.Bandha, welches wir im Februar als Monatsasana intensiver praktizieren werden ist – Uddiyana – Bandha – der Bauchverschluss – die Bauchkontraktion. Uddiyana – Bandha bezeichnet den Verschluss der hochfliegenden Bauchdecke und ist eine Schleuse für Energie. Die Energie aus dem Manipura-Chakra (3.Chakra) wird nach oben geleitet und an das Herz abgegeben. Der Bauchnabel wird nach der vollständigen Ausatmung zur Wirbelsäule und zum Zwerchfell gezogen. Dass entstandene Vakuum wird sanft gehalten und der Bauch zieht sich unter die Rippen. Das Verdauungsfeuer (Agni) wird angeregt, die Adrenalindrüsen werden harmonisiert, Angst, Verspannungen und Trägheit lösen sich auf. Der Blutkreislauf im Oberkörper wird angeregt, die inneren Organe gekräftigt, intensiv massiert, die Muskelfasern des Zwerchfells und der oberflächlichen Bauchmuskulatur gestärkt und durch die Ausdehnung des Zwerchfells wird auch der Herzmuskel stimuliert.
Los gehts:
Im Stehen ca. 50cm weite Grätsche, atme tief durch die Nase ein, beuge leicht die Knie und lehne Deinen Oberkörper mit geradem Rücken etwas nach vorn, die Hände stützen sich auf den Oberschenkeln ab, die Arme sind gestreckt, atme tief durch den Mund aus, wenn Du komplett ausgeatmet bist, setze Mula – Bandha und ziehe die Bauchdecke nach innen, oben zur Wirbelsäule und halte die Atemleere Uddiyana – Bandha, bist Du den Impuls für die Einatmung spürst.
Öffne sanft den Bauchraum und komm zurück in die Aufrichtung. Verweile für 2 Atemzüge spüre nach und praktiziere Uddiyana – Bandha ca. 4-5mal im selben Ablauf.
Uddiyana – Bandha in Verbindung mit Mula – Bandha den Beckenverschluss ist sehr energetisierend und anregend.
Vorsicht:
Uddiyana – Bandha nur unter Anleitung eines ausgebildeten Yogalehrers praktizieren.
Bei allen akuten entzündlichen Prozessen im Körper, in der Schwangerschaft, bei Asthma, schwerer Bronchitis, stark erhöhtem Blutdruck und nach Operationen, Brüchen im Rumpf und Bauchraum sowie bei starken Regelblutungen ist Uddiyana – Bandha verboten.
Viel Spaß Beim Praktizieren und Ausprobieren!
Herzlichst, Dein Yogalehrerteam