Das zweite Chakra = Sakralchakra liegt eine Handbreit unter dem Bauchnabel. Der Fluss aller Köpersäfte wird von hier aus beeinflusst, Blut Lymphe, Schweiß, Verdauungssäfte, Sperma und Urin,  sowie Tränen. Die Eierstöcke, Keimdrüsen und Hoden werden von hier aus hormonell beeinflusst. Hier befindet sich der Sitz ungefilterter Emotionen, steht für die Lebenslust, Fortpflanzungstrieb und Schaffenskraft. In dieser Bewusstseinsstufe findet sich auch die Kreativität verbunden mit der Schaffenskraft von etwas Neuem. Ein ausbalanciertes Sakralchakra führt einen Menschen zum Vertrauen seiner Instinkte und befähigt ihn zu einer seelisch-körperlichen ausgeglichenen Partnerschaft. Der Mensch versprüht eine enorme Vitalität, ruht in sich und hat einen ausgeprägten Familiensinn. Diese harmonische Funktion und Offenheit des zweiten Chakra zeigt sich, in dem sich unser Leben und unsere Gefühle in einem natürlichen Fließen äußert. Wenn das 1. Chakra –Wurzelchakra (siehe unsere Monatsasana für März und April) und das zweite Chakra – Sakralchakra im Einklang sind, hat ein Mensch die Möglichkeit, seine Fähigkeiten zu vervollkommnen.

Folgende Schlagwörter bestimmen das zweite Chakra: Begeisterungsfähigkeit, Lebensfreude, Selbstbewusstsein, Sinnlichkeit, Schöpferische Kraft, Lust am Leben, Kreativität, Sexuelle Energie, positive Bindungen zu anderen Menschen und zum anderen Geschlecht.

Praxis:

Richte die Konzentration auf die Atmung. Die Atmung gleicht dem Auf und Ab des Lebens, was innerlich befreiend wirkt. Die Bewegung der Bauchdecke spüren – z.B. im liegenden Schmetterling, in dieser Asana das Becken mit einem Klotz erhöhen und dabei das Fließen des Atems tief im Becken wahrnehmen.

Tönen des Vokals „o“ ein tiefes, geschlossenes „o“ wie bei dem Wort „Mond.“

im Sitzen:

aufrecht Sitzen z.B. im Schmetterling oder im Lotussitz, einatmend die Wirbelsäule strecken und ausatmend den Beckenboden angespannt halten und ein tiefes, geschlossenes „o“ tönen – sich auf den Bauchraum, eine Handbreite unterhalb des Bauchnabels konzentrieren, sich dabei die Farbe Orange vorstellen

oder Tanz des Shiva

oder lege dein Lieblingslied auf und tanze

oder nimm die Fränklinbälle unter das Becken und praktiziere Beckenbouncen, Becken etwas anheben und schnell auf die Bälle fallen lassen, eigenen Rhythmus finden

oder Hase, Frosch, Janusirasana praktizieren und dabei das „o“ tönen um noch tiefer hinein zu sinken

Wir wünschen Dir viel Spaß beim Praktizieren!

Herzlichst, Dein Team von Kassel.Yoga