Monatsasana für Januar und Februar – Tönen des Vokals „a“ – Herzöffner

Tönen – Entdecke deine innere Stimme, bring sie zum Klingen und töne möglichst kraftvoll!

Unser ganzer Körper verspannt durch Stress, Unruhe und Hektik. Das gilt besonders für unseren wichtigsten Atemmuskel, das Zwerchfell. Durch das Tönen von Vokalen erhält dieser Atemmuskel wieder mehr Bewegungsspielraum. Wenn sich das Zwerchfell entspannt, entspannt sich dein ganzer Körper, die Schultern, der Kiefer, das Becken und der Beckenboden. Durch die Asanapraxis und über den Atem verlassen Schad- und Schlackenstoffe den Körper und über das Tönen wird die Ausscheidung gefördert. Tönen verlängert die Ausatmung, die Atemluft strömt frei durch den Kehlkopf und die Stimmritze. Je länger du also ausatmest, umso besser kann sich die Lunge leeren und ist dann bereit, frischen Sauerstoff aufzunehmen.

Wirkungsbereiche der Vokale

I  – Kopf und Rachen
E – Hals, Kehlkopf und Schilddrüsen
A – Herz, oberer Brustraum
O – Bauchorgane, Sonnengeflecht
U – Becken und Unterleib

Probiere folgende Asanas unter Anleitung eines erfahrenen Yogalehrers aus.

Los gehts:

Variante Atmen mit den Armen und dem Vokal „a“:

Einatmend hebst du beide Arme über vorn nach oben. Ausatmend tönst du das „aaaaa” und senkst dabei die Arme langsam wieder. Achte darauf, dass Atem, Tönen und Bewegung etwa gleich lang sind. Atme ungefähr 4-6 x auf diese Weise ein und aus und spüre bei geschlossenen Augen nach

Variante Tonhöhe:

Atme abwechselnd mit den Armen. Jeder Arm tut einen Atemzug, also z.B. ein “aaaa”. Der linke Arm beginnt und hier tönst du den Vokal so tief wie möglich. Dann ist der rechte Arm dran. Töne hier das “aaaa” so hoch wie möglich. Wiederhole diese Übung im Wechsel viermal. Dann kommt der rechte Arm dran mit einem tiefen “aaaa” und links lässt du den hohen Ton erklingen. Töne so 4-5mal.

Beende die Übung mit einer entspannten Vorwärtsbeuge. Einatmend hebst du die Arme über die Seite nach oben. Ausatmend beugst du dich Wirbel für Wirbel nach vorn und unten. Die Arme hängen locker nach unten oder du greifst rechts und links über deinen Kopf die Ellenbogen.

Variationen des Tönens in Asanas, z.B. indische Brücke :

Atmen in der indische Brücke mit dem Vokal „a“ beim Ausatmen

Indische Brücke Variationen:

  1. klassisch, Arme bleiben neben dem Körper am Boden liegen, EA Wirbelsäule aufrollen – AA beim Abrollen das „a“ tönen dabei die Wirbelsäule wieder ablegen
  1. dynamisch mit gestreckten Armen EA hinter den Kopf ablegen, AA das „a“ tönen und Arme wieder neben dem Körper ablegen
  1. statisch/oben verweilen, getreckte Arme bleiben hinter dem Kopf liegen und immer ausatmend das „a“ tönen, Konzentration auf den Herz/Brustraum

„Wir freuen uns auf das Ausprobieren und Praktizieren mit Dir!“

Herzlichst, Dein Yogalehrerteam